Wohnprojekt Oiste 5 - Gemeinschaft erfahren

In Oiste 5 entstehen verschiedene Wohneinheiten und Gemeinschaftsräume für Menschen, denen Gemeinschaft wichtig ist und die sich individuell in das Zusammenleben einbringen wollen. JedeR MitbewohnerIn führt ein eigenständiges Leben und ist für sich verantwortlich. Trotzdem muss keiner allein unterwegs sein, sondern wir wollen uns gegenseitig ermutigen und unterstützen nach dem Motto: Was kann JedeR Einzelne dazu beitragen, dass es dem Anderen gut geht?

Jedes Mitglied bringt seine Fähigkeiten in die Gemeinschaft ein.

Der Vorteil dieser Art des Zusammenlebens liegt in der Vielfalt der Möglichkeiten: Familien finden einen Babysitter; Berufstätigkeit ist auch mit Kindern leichter möglich; ältere Bewohner erhalten Unterstützung in der Bewältigung ihres Alltags; die Kontaktchancen und Austauschmöglichkeiten wirken der Vereinsamung entgegen.

Ökologie

Bei der Umsetzung des Projekts wollen wir den Verbrauch von Energie, Wasser und Boden sowie die Umweltbelastung durch Baumaterialien minimieren. Wir streben eine wirtschaftliche, ökologische gemeinsame Energieversorgung an.

Um die Wohngesundheit zu fördern, verzichten wir möglichst auf den Einsatz von baubiologisch bedenklichen Materialien. Weiter legen wir Wert auf ein gesundes Raumklima, die Vermeidung von Elektrosmog und guten Schallschutz. Wir tragen zur Ressourcenschonung bei, indem wir z.B. Fahrzeuge, Werkzeuge, Waschmaschinen, Einrichtung gemeinsam nutzen. Es erfordert jedoch die

grundsätzliche Bereitschaft und die Suche nach einer realisierbaren Umsetzung.

Ökonomie

Grundsätzlich sollten die Bewohner Eigenkapital in das Projekt einbringen. Ausdrücklich soll jedoch auch Interessierten ohne Eigenkapitalreserven eine Teilnahme ermöglicht werden. Hierfür müssen noch Quoten und Modelle für die Lastenverteilung definiert werden. Ziel ist in diesem Zusammenhang, die Schaffung von sozialem Wohnraum und das Erschließen entsprechender Fördermittel.

Baulicher Rahmen

Durch architektonische Gestaltung und soziale Regelungen des Gemeinschaftslebens erreichen wir die notwendige Balance zwischen Privatleben und Gemeinschaft.

Insgesamt soll eine ansprechende, aufgelockerte und lebendige Architektur umgesetzt werden.

Die bauliche Anlage und die einzelnen Wohnungen sollen barrierefrei gestaltet sein, können sich aber durch individuelle Mitgestaltung und variable Grundrisse auszeichnen.

Ergänzt werden die Wohneinheiten durch gemeinschaftlich genutzte Räume, einen Mehrzweckraum, Gemeinschaftsküche, Gästewohnung, Werkstatt, Meditationsraum und eine große Gartenanlage.

Das Projekt soll auch freiberuflich tätigen Menschen die Ausübung Ihrer Tätigkeit am Wohnort ermöglichen. Auch hier wird das gemeinsame Nutzen von Räumen und Infrastruktur angestrebt.

Beteiligung

Jeder Bewohner beteiligt sich an den gemeinschaftlichen Aufgaben und Tätigkeiten. Dabei werden die individuellen Neigungen und Fähigkeiten berücksichtigt. Über ein geeignetes System soll eine faire Aufgabenverteilung sichergestellt werden.

Über Neuaufnahmen und die Belegung von Wohnungen entscheidet die Gruppe in einem geeigneten Verfahren. Die Identifikation der Interessenten mit dem Konzept des Wohnprojekts ist dabei Voraussetzung.

Konflikte lösen die Betroffenen zunächst direkt untereinander. Falls das nicht gelingt, sollte jemand aus der Gemeinschaft als Mediator hinzugezogen werden.

Umsetzung

Auf Grund der Erfahrungen vergleichbarer Projekte gehen wir von einer realistisch möglichen Umsetzung des Projekts in ca. drei - vier Jahren aus. Der Bezug der Wohnungen soll jedoch spätestens in fünf Jahren möglich sein. Unser Wohnprojekt soll dann möglichst 4 bis 6 Wohneinheiten und zwei ausgebaute Ferienappartements umfassen.